N5, N4, N3, N2, N1. Funf Level, aber was bedeuten sie wirklich? Was ist der praktische Unterschied zwischen einem bestandenen N4 und einem bestandenen N2? Und vor allem: Welches Level brauchst du? Hier ist der ehrliche Vergleich, den du auf der offiziellen Seite nicht findest.
Der schnelle Uberblick
| Level | Kanji | Vokabeln | Was du machen kannst |
|---|---|---|---|
| N5 | ~100 | ~800 | Grundsatze, dich vorstellen, im Restaurant bestellen |
| N4 | ~300 | ~1.500 | Einfache Gesprache, Kindermangas lesen |
| N3 | ~650 | ~3.750 | Alltag, vereinfachte Nachrichten, viele Mangas |
| N2 | ~1.000 | ~6.000 | Arbeit in Japan, Universitat, Zeitungen |
| N1 | ~2.000 | ~10.000 | Alles. Literatur, Rechtsdokumente, Sarkasmus |
N5: Der vorbereitete Tourist
Mit dem N5 kannst du in Japan uberleben, ohne komplett verloren zu wirken. Du kannst Basis-Menus lesen, einfache Wegweiser verstehen, einkaufen. Aber echte Gesprache? Noch nicht.
Es ist das Level 'Ich habe angefangen, Japanisch zu lernen'. Nutzlich, um Engagement zu zeigen, nicht um Kompetenz zu beweisen.
N4: Der Anfang der Kommunikation
Der N4 ist, wo du anfangst, wirklich kommunizieren zu konnen, auch wenn begrenzt. Du kannst Anime ohne Untertitel folgen (die einfachen), Shounen-Manga mit etwas Muhe lesen und Basis-Gesprache mit geduldigen Japanern fuhren.
Es ist das Mindestlevel fur einige Kulturaustauschprogramme. Nicht fur Arbeit, aber um zu zeigen, dass du es ernst meinst.
N3: Der Wendepunkt
Der N3 ist, wo viele steckenbleiben, aber auch wo alles interessant wird. Mit dem N3 kannst du echte japanische Inhalte konsumieren: Manga, Anime, YouTube-Videos, Online-Artikel.
Es ist das Mindestlevel fur einige Jobs in Japan (Gastgewerbe, Tourismus). Nicht fur Verantwortungspositionen, aber fur Rollen, wo Japanisch nutzlich, nicht essenziell ist.
N2: Der Arbeiter
Der N2 ist das Level, das Turen offnet. Arbeit in japanischen Firmen? Du brauchst N2. Uni in Japan? Mindestens N2. Qualifiziertes Arbeitsvisum? N2 hilft enorm.
Mit N2 kannst du Zeitungen lesen (mit einiger Muhe), Nachrichten folgen, an Arbeitsbesprechungen teilnehmen. Du bist noch nicht fliessend, aber funktional.
N1: Der Fast-Muttersprachler
Der N1 ist der Gipfel. Klassische Literatur, Rechtsdokumente, formelles Keigo, Wortspiele, Sarkasmus. Wenn du N1 bestehst, ist dein Japanisch in manchen technischen Bereichen besser als das vieler Japaner.
Er wird fur professionelle Ubersetzer, Dolmetscher, Fuhrungspositionen in japanischen Unternehmen verlangt. Nicht notig, um in Japan zu leben, aber er offnet die exklusivsten Turen.
Der Sprung zwischen den Levels: Nicht linear
Achtung: Die Schwierigkeit steigt nicht gleichmassig. So nehmen die meisten Lernenden es wahr:
- N5 -> N4: Machbarer Sprung. Mehr Vokabeln, mehr Kanji, gleiche Logik.
- N4 -> N3: Deutlicher Sprung. Die Grammatik wird abstrakter, die Texte langer.
- N3 -> N2: Brutaler Sprung. Die Kanji verdoppeln sich, das Horverstehen wird schneller.
- N2 -> N1: Riesiger Sprung. Seltenes Vokabular, literarische Grammatik, Hochstgeschwindigkeit.
Welches Level brauchst du?
Hangt von deinem Ziel ab:
- Gelegentlicher Tourismus: N5 reicht
- Japanische Medien konsumieren: N3 ist das praktische Minimum
- In Japan arbeiten: N2 ist der Standard
- Karriere in Ubersetzung/Dolmetschen: N1 ist Pflicht
- Stressfrei in Japan leben: N3-N2 fur den Alltag
Wie Kanjidon dir auf jedem Level hilft
Kanjidon organisiert Kanji nach JLPT-Level. Du kannst dich genau auf das konzentrieren, was du brauchst: N5 zum Anfangen, N4 zum Vorankommen, N3 fur den Sprung zur Mittelstufe. Jedes Kanji wird zum richtigen Zeitpunkt wiederholt, damit du nicht vergisst, was du schon gelernt hast, wahrend du Neues lernst.
Der Punkt
Die Zahlen (N5, N4, N3...) sind nur Etiketten. Was zahlt, ist, was du mit dem Japanisch, das du kannst, machen kannst. Wahle dein echtes Ziel, dann arbeite auf das Level hin, das es freischaltet. Und denk dran: Jedes Level baut auf dem vorherigen auf. Es gibt keine Abkurzungen.